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Also ich hatte, angestoßen von der lieben Maleficent, die Idee eine große Geschichte zusammen mit euch zusammen zu schreiben. Nicht Wort für Wort sondern eher Seite für Seite. Das heißt ich gebe den Anfang vor und jeder kann dann schreiben wie er denkt das es weitergeht..Ich hoffe so bekommen wir ne spannende Geschichte zusammen. Hoffe es ist klar wie ich es meine :grinning:  Hier der Anfang:

Es klingelte das Telefon. Etwas genervt nahm er ab. "Hallo?" - "Hey du  Vollpfosten! Lang nichts mehr von dir gehört! Wie geht es dir?" Er richtete sich auf... Es war Jack, sein bester Freund. "Naja, es geht so. Ich wollte heute" -"Ja ja, schön zu hören", unterbrach ihn Jack sofort, "ich bin gerade mit ein paar Leuten unterwegs und wir haben gedacht, du fehlst noch... Was sagst du?" Er stöhnte leise auf.  "Ach weißt du, mir geht es nicht so gut und ich wollte..." - "Ach, komm´ schon. Es ist Freitagabend und ich lade dich auch ein." - "Weißt du; mir geht es nicht so gut und ich wollte mich..." - Ach komm´ schon! Kathrin ist auch dabei!" Jetzt war er wach. Kathrin. "Ja? Ist sie schon da?" - "Natürlich! Und weißt du, sie fragt nach dir!" - "Echt jetzt?" - "Ja! Warum denkst du, dass ich dich anrufe! Und sie hat sich von Tobias getrennt! Also, wenn du punkten willst, ist heute  deine Chance!" Er überlegte... Er fand Kathrin schon über ein Jahr interessant..."Also gut! Hast mich überredet! Ich geh´ noch schnell duschen und dann geh´ ich los. Wo treffen wir uns?" - "Treffpunkt ist das Cafe Wrong Attitude... Weißt du, wo das ist?" - "Das weiß ich... Bin in etwa einer halben Stunde dort!" - "Ok. Wir freuen uns auf dich!" - "Ich mich auch!" sagte er und legte auf. Zwanzig Minuten später verließ er frisch geduscht seine Wohnung und war fröhlich gelaunt. Er ging pfeifend aus seiner Haustür und machte sich auf den Weg. Seine Gedanken schwirrten in seinem Kopf . Wie sollte er Kathrin ansprechen? Wie war sie wohl drauf? Das alles beschäftigte ihn sehr. So sehr, dass es ihm gar nicht auffiel, dass ihm in etwa zwanzig Metern Entfernung eine Gestalt zu folgen schien.

 

"Zielperson hat seine Wohnung verlassen. Ich bleibe dran." - "Ok... und verliere sie diesmal nicht. Wir bekommen nachher hohen Besuch. Es muss alles klappen!" Nervös legte der Wissenschaftler das Funkgerät weg. Über zwei Jahre hatte er jetzt alles vorbereitet... heute war Tag X. Heute würde sich seine und die Zukunft der Menschheit entscheiden. Er war sehr zuversichtlich und verdrängte den Gedanken, was passieren würde, wenn es schief ginge. Es stand zuviel auf dem Spiel.

bearbeitet von Chrisnix
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Randbemerkung:

Eine sehr gute Idee. :thumbsup:

Der Anfang gefällt mir. Das kann spannend werden, wenn wir alle an einem Strang ziehen und ich hoffe, dass wir viel Spaß haben werden.:slight_smile:

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Zwischenbericht

Damit es hier weiter gehen kann und damit @Chrisnix nicht befürchten muss, hier ganz alleine zu bleiben: Ich befasse mit gerade mit dem Wissenschaftler. Das Cafe hat einen Türsteher, an dem er nicht vorbei kommt, er hockt also draußen und ich verpasse ihm gerade einen kleinen persönlichen Hintergrund. Später stelle ich den Part dann hier ein, dauert aber noch ein bisschen. 

Erster Teil Damit Ihr nicht glaubt, dass ich faul bin, hier schon mal ein kleines Stück, der Rest folgt, ist noch in Arbeit.

 

Vorsichtig, um nicht aufzufallen folgte der Wissenschaftler seiner Zielperson bis zum Cafe "Wrong Attitude". Als er ihr Ziel erkannte, seufzte er entmutigt. Wieder diese angesagte furchtbare Einrichtung mit dem noch furchtbareren Türsteher, an dem er schon einmal gescheitert war. Damals hatte ihn dieser nur mit einem abschätzigen Blick betrachtet und dann genuschelt: "Das hier nix für Dich, Oppa, verfatz Dich!" Als ob er schon mit einem Bein im Grabe stünde! Ihm war nichts anderes übrig geblieben, als sich hinter die nächste Ecke zu stellen und zu warten. Und natürlich war sein Auftrag damals kläglich im Sande verlaufen. Nun, mittlerweile hatte er vorgesorgt und noch andere Eisen im Feuer. Und trotzdem - wieder würde es für ihn ein langer Abend in der Kälte auf der nächsten Parkbank werden. Er musste unbedingt sicher stellen, dass es diesmal klappte. Dabei hätte er jetzt mit Linda vor dem Kamin sitzen, ein Glas Rotwein trinken und ihrer gemeinsamen Lieblingsmusik lauschen können.

Linda - seine Gedanken schweiften ab zu dem Abend, als er sie das erste Mal wahr nahm. Das war nun schon über drei Jahre her. Er war an einem nebligen Abend ziellos und ziemlich deprimiert durch die Straßen der Stadt gelaufen, schwanger mit einer diffusen Idee, für die er keinen konkreten Plan zu Durchführung fassen konnte. Er hoffte, ein wenig Ordnung in das Wirrwarr in seinem Kopf zu bringen, als plötzlich leise Bluesmusik an sein Ohr drang. Er liebte Blues, diese Intensität der 12-taktigen Musik, die leise Melancholie in den Texten und die fließenden innigen Bewegungen des Blues-Tanzes. Und genau diese leichte Traurigkeit entsprach exakt seiner damaligen Stimmung. Also war er der Musik nachgegangen, bis er vor einem kleinem Pub stand. "Blaue Krabbe" las er - was für ein seltsamer Name.

Er war die wenigen Stufen hinabgestiegen und stand dann in einem relativ kleinen Gastraum. Zigarettenrauch schwebte in der Luft und es war nur ein ganz leise Gemurmel zu hören trotz der vielen Anwesenden, die meisten Gästen nippten an ihren Getränken und lauschten gedankenverloren der Musik. Die Atmosphäre gefiel ihm, hier war er genau richtig.

Die Band machte eine Pause und ein Stimmengewirr setzte ein. Gesprächsfetzen flogen durch die Luft und zeigten, dass sich hier eine Gemeinschaft zusammen gefunden hatte, die sich einander teilweise sehr gut kannte. Plötzlich klang ein Lachen auf; es schien durch den Raum zu schweben und auf vielen Gesichtern zeigte sich ein Lächeln. "Linda ist wieder da" hörte er. Das Lachen kam von einem Tisch ganz nah an der Spielfläche, an dem drei Frauen saßen. Auf diesen Tisch steuert gerade der Saxophonist zu und begrüßte alle Frauen dort mit einer herzlichen Umarmung und einem Kuss.

bearbeitet von Maleficent
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Nun sitzt sie hier, hatte schon das eine oder andere Bierchen getrunken und fühlt sich wie eine 15 Jährige beim ersten Date. Was sie einerseits total komisch fand, hatte sie sich doch erst vor einer Woche von Tobias getrennt und eigentlich war sie nicht so der Typ, der sich sofort in das nächste Abenteuer stürzt, aber anderseits war es Tom. DER TOM. Sie schwärmte schon immer ein wenig für ihn...es war zwar nie etwas passiert zwischen ihnen beiden, aber eine gewisse Spannung war zu spüren. Aber ihr Timing war nicht gut. Entweder hatte er eine Freundin oder sie hatte einen Freund. Aber nun sitzt sie hier mit ein paar gemeinsamen Freunden und wartet auf Tom. Ihre beste Freundin mochte Tom nicht wirklich. Er war ihr "irgendwie unheimlich". Besonders diese komische Macke, die er hatte. Er bekam ab und zu "Anfälle". Dabei verlor er sein Bewusstsein, egal wo er gerade war, oder was er gerade machte. Als ob das nicht komisch genug währe, wachte er danach immer auf und war der festen Meinung, er sei bei einer Art Arzt gewesen und hätte irgendwelche Untersuchungen hinter sich. Er war schon bei ein paar Ärzten gewesen, aber die hatten nichts Außergewöhnliches herausgefunden. Es passierte auch nicht oft, nur ab und zu mal. Ihr machte das nichts aus. Jeder hat so seine Macken oder? Und es gibt schlimmere Sachen, als jemand der alle paar Monate in Ohnmacht fällt. Sie lächelte und in diesem Moment ging die Tür auf und Tom trat ein....

bearbeitet von Chrisnix
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Jack nippte an seinem Bier und war in Gedanken abgeschweift. Das der entscheidende Tag noch kommen würde, hätte er kaum geglaubt. Mit Tom hatte er fast seine gesamte Schulzeit verbracht und auch auf der Uni waren sie unzertrennlich, bis er plötzlich in schlechte Gesellschaft geraten war. Es hatte eine Zeit gegeben, als seine Mutter sehr krank war und sein Vater sich aus der Verantwortung stahl, wo ihm alles zuviel wurde. Die Noten wurden schlechter, Vorlesungen und Prüfungen ließ er einfach sausen, der Alkohol floß in Strömen und er umgab sich mit Menschen auf die er vorher eher herabgeschaut hatte. Plötzlich war er mittendrin in obskuren Partys, Schlägereien und Einbrüchen. Der Polizei war er schon bekannt und seine Akte füllte sich. Das konnte nicht weiter gut gehen.

Der Kontakt mit Tom war fast zerbrochen als eines Tages jemand an ihn heran getreten war und ihm ein unwahrscheinliches Angebot machte. Er würde medizinische und finanzielle Hilfe für seine Mutter erhalten und seine Akte würde gelöscht, wenn er sich wieder auf den richtigen Weg begab und vor allem die Freundschaft mit Tom wieder festigte. Wichtig wäre, einen Kontakt zu Kathrin herzustellen mit der sie sich einige Kurse teilten und auch schon öfter mal privat etwas unternommen hatten. Die Chemie stimmte einfach. Gewünscht wurde, dass Tom und Kathrin ein Paar wurden. Das war die Bedingung. Eine zu fantastische Abmachung, aber er hatte zugegriffen und der Fremde hatte Wort gehalten.

Das war jetzt ungefähr zweieinhalb Jahre her und zwischendurch hatte er diesen Lebensabschnitt fast vergessen. Die Uni lag hinter ihnen, sie waren im Beruf etabliert und es ging ihnen gut. Er und Tom waren wieder eng befreundet und sie hatten viel miteinander unternommen. Auch Kathrin erschien immer wieder auf der Bildfläche, je nachdem, mit welchem Mann sie gerade liiert war. Bis vor einiger Zeit Tom`s Ohnmachtsanfälle anfingen hatten sie sehr fiel ihrer freien Zeit miteinander verbracht. Seit es Tom zwischendurch nicht so gut ging, war er immer schwerer zu bewegen, mal das Haus zu verlassen.

Jetzt war der Tag endlich gekommen, an dem Jack seine Aufgabe erfüllen könnte, denn Kathrin war solo und Tom war immer noch interessiert, genug um sich von seinem Sofa aufzuraffen. Etwas mulmig war ihm schon, denn Tom und Kathrin waren ihm wirklich wichtig, aber der Fremde hatte ihm seinerzeit unmissverständich klar gemacht, dass es weitreichende Konsequenzen haben würde, würde er seinen Teil der Abmachung nicht erfüllen. Er seufzte in sich hinein und trank sein Bier in einem Zug aus, als die Tür aufging und Tom das Cafe Wrong Attitude betrat.

 

 

 

bearbeitet von vkindiana
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Grelle Blitze, piepende Maschienen und helle Stimmen. Er konnte nichts sehen, nur scheinbar weit entfernte Stimmen hören. Ein Mann rief begeistert: "Es klappt! Es funktioniert!",  während ein anderer Mann ständig zu mahnen schien: "Er ist nicht stabil! Wir sollten abbrechen!". Er konnte seine Augen nicht öffnen, auch bewegen konnte er sich nicht. Ihm schien es, als wäre er auf einem Tisch gefesselt. Das monotone Piepen der Maschinen wurde immer lauter, der mahnende Man schrie jetzt nur noch "Abbruch! Er sackt uns ab". Alles vermischte sich zu einem komischen Mix aus Piepen, Gebrülle und hellen Blitzen. Tom spürte, wie sein Kopf anfing, zu schmerzen, das immer lauter werdende Piepen tat in seinem Kopf richtig weh ... und plötzlich absolute Stille.

Tom öffnet seine Augen, schaut sich vorsichtig um. Er liegt in seinem Bett. Erleichtert stöhnt er auf. Was war das bloß für ein komischer Traum? Er war erschreckend echt. Er konnte noch das Piepen hören. Er atmet tief durch. "Guten Morgen du Langschläfer!" hört er plötzlich eine Stimme. Sichtlich erschrocken richet er sich in seinem Bett auf und sieht in Richtung Zimmertür. Dort steht, ebenfalls erschrocken, Kathrin und sieht ihn fragend an. Sie trägt ein Tablett mit Brötchen und frisch gebrühtem Kaffee. Der Geruch steigt ihm in die Nase. "Alles okay?" fragt Kathrin vorsichtig. "Ja. Hab nur schlecht geträumt" - Ok. Hätte gar nicht geglaubt, dass du so viel vertragen kannst, mein Lieber." sagt Kathrin kichernd und setzt sich auf den Bettrand. Tom fällt auf, dass sie sein T-shirt trägt. Nur das T-shirt. "Ich hab frischen Kaffee und Brötchen hier. Hab mal gelesen das hilft gegen den Kater." Kathrin lächelt und reicht ihm eine Tasse. Er nimmt einen Schluck. "Haben wir gestern also ordentlich gefeiert?" fragt Tom. Er selbst kann sich an nichts erinnern. "Oh ja ... Wir haben die Bar zu unserer gemacht. Besonders dein bester Freund." - " Jack?" - "Ja. Man hätte gestern echt denken können, es  sei seine Lebensaufgabe, uns zu verkuppeln." - "Wieso?" Kathrin lacht laut auf. "Keine Erinnerung?" Tom schüttelt den Kopf. "Naja, er bestand darauf, dass immer, wenn ein ruhiger Song kam, wir miteinander tanzen, jeder Toast ging an das neue Traumpaar, und er wollte, dass ich dich nach Hause fahre." Tom kann sich an nichts davon erinnern, aber das klingt sehr nach Jack. "Aber alles hast du doch hoffentlich nicht vergessen?" fragt Kathrin lächelnd und sieht Tom an. Er erwidert ihren Blick fragend. Kathrin lächelte "Na, da kann ich deine Erinnerung gerne auffrischen." sagt sie und die beiden küssen sich.

"Erste Testphase erfolgreich abgeschlossen. Proband hat den Test überlebt. Nur knapp zwar, aber er lebt. Wir werden ihn weiter beobachten. Ich bin stark dafür, dass wir bald in die  zweite Phase eintreten. Er ist der erste Proband, der so weit gekommen ist. Wir sollten diese Chance nutzen." Nervös legt er das Tonband zur Seite. So weit sind sie noch nie gekommen. Alle anderen sind gestorben. Sehr schnell und ohne Chance auf Überleben. Dieser lebt noch. Freudig reibt er sich die Hände. Es wird eine aufregende Zeit werden.

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Als Jack an diesem Morgen aufwacht, fühlt er sich unglaublich gut und befreit. Es hat zwar eine Zeit gedauert und die ein oder andere Notlüge war nötig, aber nun hat es geklappt. Die beiden sind ein Paar geworden. Zumindest sind sie gestern zusammen nach Hause gegangen. Das war schon mal ein guter Anfang. Er steht auf und geht gut gelaunt unter die Dusche.

Als er fertig ist, zieht er sich an und überlegt, wo er eine bestimmte Nummer hingelegt hat. Er geht runter in den Keller und kramt ein wenig in den alten Kisten herum. Da ist sie ja. Seine Mutter rügte ihn immer, dass er allen möglichen Schrott sammelte und nicht wegschmeißen konnte. Wenn sie nur wüsste. Freudig pfeifend geht er wieder nach oben und setzt sich auf das Sofa, zieht das Telefon an sich heran und wählt die Nummer auf dem zerknitterten Zettel. Es klingelt einmal, dann meldet sich eine Stimme: "Hallo?" - "Ja hallo. Hier spricht Jack. Es geht um..." Er stockt. Wie soll er das formulieren? "Warten sie, ich verbinde sie weiter." spricht die Stimme am anderen Ende und Jack hört Musik.  "Ok, das läuft ja ganz einfach." denkt Jack. "Hallo? Wer ist da?" meldet sich eine, dem Gehör nach zu urteilen, ältere Stimme. "Hier sprich Jack...es geht um Tom und..." - "Jaja, ich verstehe. Was wollen sie?" - "Naja, ich möchte ihnen mitteilen, dass ich meinen Teil an unserem Deal erledigt habe. Die beiden sind ein Paar!" sagt er freudig. "Ok...das nehmen wir erfreut zur Kenntnis." - "Ok schön. Ich werde diese Nummer dann jetzt vernichten, damit niemand..." -"Warten Sie! Wie geht es Ihrer Mutter?" Überrascht über diese Frage antwortet er: "Meiner Mutter geht es gut, danke der Nachfrage." - "Ja das Wohnheim, wo sie lebt, ist schon klasse, oder? Wissen Sie, wie teuer ein einzelner Monat dort ist?" Jacks gute Laune verschwindet allmählich. "Nein, ich..." - "Ein Monat kostet rund 15.000 Euro. Dafür hat sie Top Pflege, Top Ärzte und allen möglichen Schnickschnack, den sie braucht. Könnten sie sich das auch nur für einen Monat leisten?" - "Nein. Ich meine, ich verdiene mittlerweile ganz gut, aber..." - "Lassen Sie mich noch was fragen Jack. Glauben Sie, dass ohne diesen Top Schnickschnack Ihre Mutter lange überleben würde?" Jacks gute Laune ist nun vollkommen verschwunden. "Nein." antwortet er kurz angebunden. "Das denken wir auch. Also, wenn Sie noch etwas Zeit mit Ihrer Mutter verbringen wollen, werden Sie noch etwas für uns tun müssen."  

"Und das wäre?" fragt Jack. "So haben wir das gerne. Die Aufgabe ist diesmal auch etwas...sagen wir explizit." - "Ich höre." Als Jack nun hört was er tun soll, glaubt er zuerst gar nicht was er hört. "Entschuldigen sie bitte, ich glaube ich habe sie falsch verstanden." sagt er, in der Hoffnung sich wirklich verhört zu haben. Aber der Mann am anderen Ende wiederholt das eben gesagte sehr ruhig und bestimmt."Und wie stellen Sie sich das vor?" fragt Jack fassungslos. "Ich meine, haben Sie irgendeine Vorstellung wie das gehen soll, oder ist das ganz alleine mein Problem?" Aber am anderen Ende ist schon aufgelegt worden. Ärgerlich schmeißt er den Hörer auf die Gabel. Der Tag hatte so schön angefangen. Worauf hat er sich da bloß eingelassen?

bearbeitet von Chrisnix
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Grinsend prostete er einem großen Ölgemälde an der gegenüberliegenden Wand seines Büros zu. Es war riesig und zeigte einen hageren Mann mittleren Alters, im weißen Kittel, der an einem Tisch lehnte, übersät mit Laborgegenständen. Becher- und Reagenzgläser, Kolben, Glasspiralen, Gummisteckverbinder, Bunsenbrenner, Klemmbretter und leere Kaffeebecher stapelten sich nur scheinbar chaotisch auf einer derben Holzplatte. Sein Urgroßvater. Nach einem der wenigen Fotos aus dieser Zeit hatte er dieses Bild anfertigen lassen. Das war der Beginn einer unglaublichen Erfolgsgeschichte.

Was daraus entstehen würde, hatte sich sein Vorfahre bei seinem „Ausbruch“ sicher nicht träumen lassen. Was wollte ein Wissenschafter? Seine Ruhe, ein gutes Labor, Mitstreiter um gemeinsam zu tüfteln, Ideen zu entwickeln, Erfolge zu feiern und unbegrenzte Möglichkeiten. Was er sicherlich nicht wollte waren Diskussionen mit Verwaltungsangestellten um ein neues Gerät anzuschaffen, Politiker die einen in ethische Debatten verstrickten oder Militärangehörige die einem die neueste Erfindung für kleines Geld aus den Händen rissen um sie für ihre Belange zu missbrauchen.

Nachdem er immer missmutiger geworden war, seine von allen Seiten eingeschränkte Arbeit ihm keine Freude mehr bereitete und er immer häufiger übellaunig zu seiner Frau nach Hause kam fasste er, nachdem er das erste Mal seinen kleinen Sohn angeschrieen hatte, den Entschluss aus diesem System auszubrechen und sein eigenes System zu entwickeln.

Es wurden harte aber glückliche Jahre. Kein Mensch brauchte die ganzen angehäuften Güter aus seiner Angestelltenzeit, wenn sie eh niemand nutzen konnte. So wurde das kleine Wochenendhaus, das Auto, Schmuck und was sich sonst noch in den Jahren angesammelt hatte verkauft. Selbst das repräsentative Haus tauschte man in ein kleineres mit einem netten Garten um. Dafür hatte es ein Nebengebäude, welches sich vorzüglich in ein Labor umgestalten ließ. In diesem Labor war auch das Foto entstanden.

Seine Frau als Ärztin behandelte für Geld, oder Gegenleistungen, je nachdem was sie gerade gebrauchen konnten. So hatte sie einem Fotographen den Finger genäht und er hatte dafür dieses wunderbare Foto gemacht. Eine Menge der Alltagsmedikamente stellten sie selber her und wenn er gerade wieder eine neue Erfindung auserkoren hatte, verkaufte er sie gewinnbringend, oder er verkaufte auch nur die Idee, wenn er sie selber noch nicht umsetzen konnte. Vor allem entschied er selber, an wen er verkaufte.

Die Leute kamen zu Behandlungen ins Haus. Er arbeitete im Labor, sein Sohn wuchs zwischen Praxisräumen, Garten und Labor auf. Vor allem sah er ihn aufwachsen und er wurde ein wissbegieriges, neugieriges Kerlchen. Abends saß man erschöpft aber zufrieden gemeinsam am Kamin und sprach über den Tag.

Im Laufe der nächsten Jahre entwickelte sich ein kleines, aber feines Netzwerk. Es gesellten sich weitere „Ausbrecher“ zu ihnen, die nicht nur ihr Wissen und ihre Ambitionen einbrachten, sondern es den beiden gleich taten, was auch die finanziellen Möglichkeiten bereicherte. Die Stützen dieses Netzwerkes waren natürlich die Wissenschaftler, die in ihren gemeinsamen Forschungen unglaubliches zu Stande brachten und so wurde das Labor bald zu klein und man vergrößerte sich.

Aber auch Felder die mit Wissenschaft überhaupt nichts am Hut hatten fügten sich in dieses stetig wachsende Gebilde ein. Am Anfang ganz klein wurde das Geflecht immer umfangreicher. Nachdem dem ortsansässigen Bäcker sein Hauptsicherungskasten der Bäckerei abgebrannt war stand seine ganze Existenz und das Wohlergehen seiner Familie auf dem Spiel. Der mittlerweile hinzugekommene Elektroingenieur der kleinen Truppe verkabelte ihm seine ganze Backstube neu und fortan gab es Verpflegung fürs Labor gratis. Die Annehmlichkeiten wuchsen. Eine Hand wäscht die andere.

Einem kleinen Zweig der Glasindustrie in der nächst größeren Stadt ließ man eine Entwicklung für ihren Hochofen zukommen, die eine enorme Effizienzsteigerung zur Folge hatte und seit dieser Zeit wurde man zuvorkommend mit Laborausrüstung beliefert.

Und so entwickelte es sich in den folgenden Jahren immer weiter und immer größer. Sein Sohn hatte mittlerweile die Universität absolviert und forschte auf dem Gebiet der Biologie und Genetik. Die Gelder mehrten sich, die Gefallen wurden größer. Die Generationen wechselten. Die Jahrzehnte gingen ins Land. Man pflegte Beziehungen zu Anwälten, Brokern, Pharmareferenten, aber auch zu Drogenküchen, Geldwäschern, Politikern, Privatarmeen und Schurkenstaaten. Aber auch kleine Cafés in der Nähe von politischen, oder militärischen Einrichtungen reihten sich in dieses Gebilde ein, Journalisten, Nato-Angehörige, etc., denn auch Informationen waren unglaublich wichtig. Je nachdem was gerade von Nöten war.

Heute blickte der Ur-Enkel zufrieden auf eine weltweit operierende Organisation die frei von politischen, oder sonstigen Einflüssen agierte. Der Hauptschwerpunkt war nach wie vor die Forschung und Wissenschaft. Bahnbrechende Erfindungen gingen auf ihr Konto. Aber auch die anderen Bereiche der ORG waren mit diesem Erfolgskonzept groß geworden. Eine Hand wäscht die andere.

Es gab keine Stelle wo alle Fäden zusammen liefen; viel zu gefährlich. Jeder ging seinen Geschäften nach, nur die Chefs der Zweige hatten Verzeichnisse wer beteiligt war, die über die Generationen weiter gegeben wurden. Auch hierfür gab es einen eigenen Zweig, der sich nur mit der Aktualisierung der Verzeichnisse beschäftige. Und wenn ein anderer Zweig Hilfe anforderte, wurde geholfen, ohne Wenn und Aber. Als Erkennungszeichen hatte jeder, ob Wissenschaftler, oder Café-Mitarbeiter eine kleine Kupfermünze im Portemonnaie, die einen Erlenmeyerkolben darstellte und auf der Rückseite nur drei große Buchstaben: „ORG“. Diese bekam man, wenn man seinen Arbeitsvertrag unterschrieb.

Dieser Vertrag gestaltete sich in den verschiedenen Bereichen ganz unterschiedlich, je nach Geschäftsfeld und Stellung. Nur ein Passus war in allen Verträgen immer der gleiche. Er handelte von Familie, Vertrauen und Geheimhaltung und von unbedingt zu leistender Hilfe für andere, die die Münze vorzeigen konnten und die drei Wörter sagten: „Familie, Vertrauen, Geheimhaltung“. Soweit so gut, dachte sich jeder Mitarbeiter, wenn da nicht auch gestanden hätte, das es weitreichende Konsequenzen hätte, wenn man dem zuwider handeln würde.

Was das bedeutete wussten nur die Wenigsten, es sei denn in ihrem näheren Arbeitsumfeld wäre nicht ein Kollege oder Vorarbeiter plötzlich mitsamt seiner nächsten Familie verschwunden und nie wieder aufgetaucht.

Letztendlich machte sich ein Heer von kleineren Positionen beim Unterzeichnen der gut bezahlten Stellen und exzellenten Sozialleistungen über diesen merkwürdigen Passus die wenigsten Sorgen.

Den Menschen ging es gut, den Familien ging es gut. Die Meisten würden nie erfahren für wen sie arbeiteten und ein glückliches, zufriedenes Leben führen.

Am ehesten noch merkten es ein paar Wissenschaftler, dass es ein Fehler gewesen sein könnte, diesen Vertrag zu unterzeichnen. Die Stellen und Angebote waren außergewöhnlich. Hervorragend ausgestattete Labore und Ausrüstungen, fast unbegrenzte Möglichkeiten im Gegensatz zu ihren vorhergehenden, oft deprimierenden Stellungen, verübten einen fast magischen Reiz. In der Welt der Wissenschaft verschwanden schonmal Erfinder, große Denker, und ihre Errungenschaften tauchten an Stellen auf, die man sich nicht erträumt hatte. Dann fiel einem dieser Passus schmerzlich wieder ein......

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Daniel erwachte. Er fühlte er sich wie zerschlagen, es war wieder eine harte Nacht gewesen. Zum Glück musste er nicht die ganze Nacht auf der harten Parkbank ausharren, bis Tom und Kathrin gemeinsam die Bar verlassen hatten. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass beide die Wohnung von Tom ansteuerten, war dieser Auftrag zunächst erledigt gewesen.

Er setzte die Kaffeemaschine in Gang und stieg unter die Dusche. Seine Gedanken schweiften wieder zu Linda. Nachdem sie ihm durch ihr Lachen das erste Mal in der "Blauen Krabbe" aufgefallen war, musste er immer wieder an sie denken. An jenem Abend hatte er nicht den Mut gehabt, sie anzusprechen. Außerdem war da noch dieser Kerl, der Saxophonist. Wenn er damals an die herzliche Begrüßung und an den Kuss dachte, spürte er ein schmerzhaftes Ziehen. 

In den folgenden Wochen war er immer wieder in die "Blaue Krabbe" gegangen, stets in der Hoffnung, Linda dort anzutreffen. Mittlerweile hatte er sich schon etwas mit ihren Begleiterinnen angefreundet, von denen eine die Frau des Saxophonisten war und dabei auch erfahren, dass Linda nicht in der Stadt wohnte und nicht regelmäßig zu den Bluesabenden erscheinen konnte, weil der Anfahrtsweg recht weit war.

Doch eines Abends war sie wieder erschienen und da er ihre Begleiterinnen ja schon kannte, war es für ihn kein Problem, sich zu ihrem Tisch zu gesellen. "Das ist Daniel, unser neuer Bekannter" stellte ihn die Frau des Saxophonisten vor "und ich glaube, er schwärmt ein bisschen von Dir, Sonnenscheinchen". Linda hatte ihn nur angesehen und nichts dazu gesagt. Sicher war sie Komplimente zur Genüge gewohnt. Jetzt aus der Nähe konnte er sie besser betrachten. Sie war nicht besonders groß, sicher würde sie ihm gerade bis an die Schulter reichen. Ihr dunkles Haar hatte einen leicht rötlichen Schimmer und sie trug es in einem kinnlangen gerade Bob mit einem strengen gerade Pony. Am meisten faszinierte ihn ihre Augen, deren Farbe er nicht genau definieren konnte - sie waren einfach nur dunkel - und eben ihr Lachen, dass auch an diesem Abend wieder aufstieg und ihn in einen eigentümlichen Rauschzustand versetzte. Es wurde ein vergnüglicher Abend, in dessen Verlauf er erfuhr, dass Linda beruflich für einen längeren Zeitraum in der Stadt verweilen würde. In den nächsten Tagen und Wochen sahen sie sich immer mal wieder, trafen sich auf einen Kaffee, bummelten durch die Stadt, gingen ins Theateroder ins Museum.

Daniel war glücklich. Auch beruflich und mit seinen noch immer recht unausgegorenen Plänen schien es jetzt endlich aufwärts zu gehen. Zunächst sah es zwar nicht so aus. Linda hatte die Stadt wieder verlassen, aber sie bleiben beide in regem Kontakt und es war klar - sie waren ein Paar und er dachte bereits an einen gemeinsame Zukunft mit ihr. Er schrieb weiter fleißig an seiner Doktorarbeit und quälte sich mit seinem Projekt herum, mit dem er nicht so recht voran kam und über das er noch niemandem etwas erzählt hatte. An einem feuchtfröhlichem Abend aber konnte er nicht mehr an sich halten und platzte in der Runde seiner Studienkollegen damit heraus. Das allerdings war nicht gerade ein genialer Schachzug! "Hört, hört" wurde gespottet "unser bald Doktor Steiner mausert sich zu Doktor Frankensteiner" . Doktor Frankensteiner - nun hatte er seinen Spitznamen! Warum hatte er nicht einfach den Mund gehalten.

Eines Tages wurde er ins Büro seines Doktorvaters Professor Genter gerufen. Ihm schwante nichts Gutes. Sicher waren sein Spitzname und auch der Grund dafür nun auch an das Ohr des Professors gedrungen. Beklommen suchte er seinen Mentor auf. Dieser empfing ihn in seinem Büro. "Nun, Daniel" grinste ihn der Professor an, "wie ich hörte, nennt man sie jetzt Doktor Frankensteiner. Setzen sie sich und erzählen sie mir, warum." Was sollte er schon groß erzählen? Es waren ja nur Ideen, denen er nachhing und die er immer noch nicht in klare Worte fassen konnte. Trotzdem hörte ihm sein Mentor geduldig und interessiert zu. Am Ende seiner Stammeleien meinte der Professor lächelnd: "Daniel, sie sind nicht ganz allein mit derartigen Überlegungen. Konzentrieren sie sich jetzt ganz auf ihre Doktorarbeit und wenn sie diese erfolgreich verteidigt haben, sprechen wir uns wieder."

bearbeitet von Maleficent
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Kathrin und Tom verließen gemeinsam Toms Wohnung. Sie gingen eng umschlungen und schauten sich immer wieder tief in die Augen. Irgendwie konnten sie beide ihr Glück noch nicht richtig fassen. Tom musste an Jack denken, an die Anstrengungen, die dieser unternommen hatte, damit Kathrin und er wirklich ein Paar werden konnten. Jack war wirklich ein toller Freund. Auch Kathrin musste an Jack denken - ohne ihn wäre sie jetzt vielleicht immer noch kein Paar. Beide sagten sie gleichzeitig: "Ohne Jack..." , sahen sich an und lachten. Ja, sie hatten Jack sehr viel zu verdanken.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand Daniel, gut gedeckt durch einen dort parkenden Lieferwagen. Er beobachtete, wie sich Kathrin und Tom mit einem langen zärtlichen Kuss voneinander verabschiedeten, um dann in getrennte Richtungen zu gehen, nicht ohne sich immer wieder zum anderen umzudrehen. Tom musste zur Arbeit und Kathrin wollte nach Hause, um sich umzuziehen und anschließend ihre beste Freundin aufzusuchen. Sie musste ihr unbedingt von Tom berichten und dass er keineswegs "unheimlich" war.

Daniel konnte jetzt seinen Posten verlassen und sich wieder seinen Forschungen und vor allem dem nächsten Plan zuwenden. Sie hatten in der letzten Nacht wirklich einen großen Schritt nach vorne getan, nun würde es endlich weiter gehen. Voller Stolz dachte er an seine Arbeit und daran, wie Professor Genter wohl reagieren würde. In der letzten Zeit schien der Alte ein wenig griesgrämig zu sein; er brauchte bestimmt ein kleine Aufmunterung.

Über den Zustand des Professors hatten sich in den letzten Wochen auch schon andere Mitarbeiter Gedanken gemacht. Er wirkte in letzter Zeit recht ungepflegt, war manchmal morgens mit geröteten Augen zur Arbeit erschienen, war zeitweise aufbrausend und unkonzentriert. Konnte das eventuell am Alter liegen? Wie alt war Genter eigentlich? Als er Daniel damals vor nunmehr weit über zehn Jahren nach dessen erfolgreicher Dissertation in die ORG eingeführt hatte, hätte er bereits schon weit über 60 sein müssen. Oder vielleicht schon über 70? Daniel wusste es  nicht, der Professor wirkte einfach alterslos, war damals an der Uni bei den Studentinnen stets umschwärmt. Sicher hatte sich die eine oder andere von einem kleinen Flirt mit Genter erhofft, er würde sie protegieren, aber das war es nicht allein. Er war damals eine wirklich imposante Erscheinung gewesen, groß, stattlich, sportlich - durchaus ein sehr attraktiver Mann. An der Uni gingen Gerüchte um, er wäre einer der jüngsten Professoren auf seinem Gebiet gewesen, aber Genaueres wusste niemand. Seinen Lehrstuhl hatte der Professor mittlerweile aufgegeben und arbeitete nur noch in der Forschungsabteilung, in die er Daniel geholt hatte. Aber auch hier war er bei den weiblichen Mitarbeiterinnen sehr begehrt gewesen. Er schien auch durchaus kein Kostverächter zu sein, aber sehr wählerisch. Keine der Frauen, die ihn umschwärmten, schien ihm auf Dauer gut genug zu sein, obwohl er alle seine Affären stets mit ausgesuchter Höflichkeit behandelte. Und nun? Seine vollen weißen Haare benötigten unbedingt einen Friseurbesuch, manchmal trug er tagelang das gleiche Hemd, die Krawatte war zeitweise fleckig, hing ihm wie ein Strick um den Hals. Hinter seinem Rücken wurde bereits darüber getuschelt. Neulich hatte Daniel gehört, wie ein Mitarbeiter äußerte, der Professor sähe aus wie Catweazle.

bearbeitet von Maleficent
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Zu Hause angekommen, versucht er sofort, Professor Genter anzurufen. Es klingelt fast 10 mal, bis er die Stimme des alten Mannes hört. "Ja?" - "Ich bin es, Professor. Ich kann bestätigen das HF-6 mit der Zielperson zusammen die Nacht..." -"Das wissen wir schon längst...oder besser, sie wissen es schon längst." Daniel ist etwas enttäuscht. Er hat gehofft, durch diese gute Nachricht die Laune des Profs heben zu können, aber dieser wirkt eher noch besorgter. "Professor, das war doch genau das, was wir wollten. Es gibt uns die Chance, ihre Theorie zu..." versucht er es erneut, wird aber jäh unterbrochen "Ja, ich weiß auch, was das bedeutet, aber zu welchem Preis Daniel? Sie wollen es um jeden Preis, egal was es kostet oder wer darunter leidet:" - "Wer sind denn "Sie" Professor." fragt er nachdenklich. Seit ein paar Tagen spricht der Prof. immer von einer Art übermächtigem was auch immer, welches vieles weiß und anscheinend immer einen Plan in der Tasche hat, den sie gnadenlos umzusetzen scheint. Daniel hat zuerst vermutet, dass es sich einfach um eine Frau handelt und wollte nicht näher nachhaken, aber in den letzten Tagen sind in ihm Zweifel gewachsen. "Na, sie halt!" brüllt der Professor in den Hörer. "Sie verstehen gar nicht, was sie da tun. Sie tun es einfach." - "Sie tun was?" - "Ach Daniel...Sie müssen noch so viel verstehen. Glauben sie mir, es gibt Menschen, die die Wissenschaft belügen und betrügen."

Daniel seufzt leise, nun kommt wieder die "Wissenschaft ist für die Allgemeinheit" - Rede. In letzter Zeit hört er sie oft. "Die den Gedanken, was zu verstehen gegen den des Geldverdienens eingetauscht haben. Es sind Geschäftsmänner und keine Wissenschaftler mehr. Das müssen Sie verstehen. Sie sagen nicht "Toll, da haben wir eine Idee, lass uns damit forschen um sehen, zu welchen Fragen sie uns führt", sondern sie denken "Gut was Neues..wieviel können wir damit verdienen? Sucht schon mal das nächste Neue" Das ist eine große Änderung" Der Prof macht eine Pause. "Skrupel oder moralische Bedenken werden zwar gehört, aber es wird immer mit dem möglichen Gewinn gekontert. Was haben Sie heute Abend noch vor?" Daniel sieht auf seine Uhr. Es ist 10 Uhr. "Wahrscheinlich werde ich noch was essen und dann..." - "Gehen Sie duschen und kommen hierher. Ich werde für uns beide was bestellen. Es gibt da etwas, was ich Ihnen gerne zeigen möchte. Vielleicht verstehen Sie dann, was ich meine und uns fällt gemeinsam was ein. Seien Sie um halb zwölf bei mir und sagen Sie es niemandem." Noch bevor Daniel etwas sagen kann, hat der Prof. aufgelegt. Er knöpft sein Hemd auf und geht in Richtung seines Badezimmers. Er ist gespannt was der Prof ihm zeigen will.

Als Daniel eine knappe Stunde später aus dem Taxi steigt, regnet es ziemlich stark. Er hatte mit Linda telefoniert und freut sich auf das baldige Wiedersehen mit ihr. Er ist froh das sich die Sache mit Linda so gut entwickelt hat, es scheint wirklich Liebe zu sein. "Das macht dann 14,50 Euro" holt ihn der Taxifahrer in die Welt zurück. "Ja natürlich." sagt er, kramt in seiner Tasche und holt 15 Euro heraus. "Stimmt so." sagt er und reicht dem Taxifahrer das Geld, dieser jagt sofort mit quietschenden Reifen davon.

"Mann, das nenne ich mal ein Haus." sagt er zu sich als er nun vor dem Tor zum Haus des Prof. Genter steht. Es ist mehr eine Villa als ein Haus. Er klingelt und bückt sich zu der Sprechanlage um dort rein zusprechen. Aber nichts passiert. Er klingelt erneut. Wieder nichts. Er schaut auf seine Uhr. Er ist überpünktlich. Dann fällt ihm auf das das Tor ein wenig offen steht. Er lächelt. Der Prof. erwartete ihn ja. Er tritt durch das Tor in einen großen Garten. Langsam schlendert er den Weg durch den Garten entlang in Richtung Haustür. Als er dann vor der Tür steht, merkt er, dass auch diese leicht offen steht. Vorsichtig schaut er durch die Tür und ruft:"Professor Genter? Hier ist Daniel." Keine Antwort, nicht regt sich. "Hallo? Ist jemand da?" Erneut keine Reaktion. Nun wird er doch etwas nervös.

Er betritt das Haus und schaut sich um. Am anderen Ende des Flures sieht er einen Raum der sehr durcheinander zu sein scheint. Er geht langsam in Richtung dieses Raumes, immer wieder rufend ob jemand da ist. Als er vor der Tür des Raumes steht, bekommt er einen Schreck. Das hier scheint das Büro des Profs zu sein, aber es sieht aus als ob jemand alles durchwühlt hat. Alle Schränke sind offen, die Schubladen des Schreibtisches sind leergeräumt und dessen Inhalt lag im Raum verteilt. Daniel holt sein Handy hervor um den Notruf zu rufen, während er sich dem Schreibtisch näherte. "Hallo?" meldete sich die Stimme des Notrufes. "Ja. Ich möchte einen Einbruch melden." sagt er "Bitte schicken sie schnell jemanden vorbei. Ich kann Herr Genter nirgends finden."

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Heute ist ein schöner Tag. Noch vor ein paar Tagen hätte sie es nicht geglaubt, dass sie das denken würde, aber heute ist ein schöner Tag. Sie bekommt das Lächeln auch nicht aus ihrem Gesicht. Sie ist schnell nach Hause gefahren, hat sich umgezogen und sitzt nun im Taxi auf dem Weg zu ihrer besten Freundin. "Hatten sie eine schöne Nacht?" fragt der Taxifahrer und lächelt sie über den Rückspiegel freundlich an. "Sieht man mir das so an?" Der Taxifahrer lachte. "Oh ja! Sie sehen glücklich aus!" Kathrin atmet tief durch. "Ja, das bin ich auch!" sagt sie und lächelt den Taxifahrer an. "Na, da kann ich nur gratulieren. Genießen sie es!" - "Das werde ich! Das werde ich!" sagt Kathrin. 


Etwa 10 Minuten später steigt Kathrin aus dem Taxi aus, bezahlt den Taxifahrer und geht zu der Wohnung ihrer besten Freundin. Etwas nervös klingelt sie. Sie hat so viel zu erzählen. "Hallo?" - "Hey Schnuckelchen! Ich weiß ich bin ein wenig verfrüht, aber..." - "Hey Du. Rede nicht soviel und komm rein!" Der Türsummer ertönt und Kathrin drückt die Tür auf und betritt das Haus. Sie steigt die wenigen Stufen bis zur Wohnung ihrer besten Freundin hinauf. Noch bevor sie vor der Tür steht, wird diese aufgemacht und Alexa steht freudig lächelnd auf dem Flur. "Hallihallo!" sagt sie lächelnd und die beiden besten Freundin umarmen sich freudig. "Komm rein und zieh deine Jacke aus!" sagt Alexa und schließt hinter den beiden die Tür. Kathrin zieht ihre Jacke aus und hängt sie an die Garderobe. "Da du etwas verfrüht bist, musst du mir etwas in der Küche helfen! Du kannst Kartoffeln schälen, wenn du möchtest." - "Ok, mach ich." Die beiden Frauen gehen in die Küche und Kathrin beginnt, Kartoffeln zu schälen, während Alexa sich um den Salat kümmert. "Und wie geht es dir so?" fragt Kathrin. "Bei mir ist alles klar. Hab ein wenig Stress im Job, aber das kennst du ja. An der Männerfront gibt es nichts Neues zu erzählen. Leider. Und bei dir?" - "Ja mir geht es auch gut. Sehr gut sogar." Alex schaut ihre Freundin fragend an. "Aha. Ich erwarte mehr Details, Hase." - "Sollten wir nicht erstmal dafür sorgen dass das Essen auf den Tisch kommt?" Alexa legt den Salatkopf, den sie gerade bearbeitet, weg. "Du lenkst ab? Jetzt machst du mich erst recht neugierig. Ich höre." - "Ich war gestern mal wieder im Cafe Attitude. Mit ein paar Freunden und einer von ihnen war Tom." - "Der Tom?" fragt Alexa. "Ja, der Tom. Wir haben getrunken, geredet und sehr viel Spaß mit unseren Freunden gehabt." Kathrin sieht Alexa an. Diese hält ihrem Blick stand und macht mit der Hand eine Bewegung, die zu sagen scheint "und weiter!". "Also, wie gesagt, wir hatten viel Spaß und es war ein sehr schöner Abend." - "Hase...Ich bin deine beste Freundin.Wir kennen uns jetzt fast 5 Jahre, und du willst mich abspeisen mit "es war ein schöner Abend!"? Deinem Lächeln zu urteilen gibt es da noch mehr zu erzählen." sagt Alexa und sieht Kathrin an. Diese atmet durch. "Ich komme gerade direkt von ihm." - "Wie? Ihr habt die Nacht zusammen verbracht?" Kathrin nickt. "So richtig?" - "Was meinst du mit so richtig?" - Habt ihr Sachen getan, wo man gerne nackt ist?" Kathrin kichert und nickt. "Wir sind jetzt ein Paar." - "Wow! Und das muss ich dir aus der Nase ziehen! Das freut mich richtig für dich! Ich will alle Details hören!" - "Lass uns erst das Essen fertig machen!" - "Da hältst du mit so einer Bombennachricht hinter dem Berg! Also ehrlich!" sagt Alexa, die nun wieder anfängt, den Salatkopf zu bearbeiten. "Man, das freut mich echt für dich! Du hast es dir echt verdient, nach deinen letzten, ziemlich bescheidenden Beziehungen und vor allem nach deiner aufreibenden Kindheit und Jugend...Ich meine, wer hätte gedacht dass das Waisenkind, von dem alle immer gesagt haben.." - "Ich will nicht über meine Vergangenheit reden." unterbricht Kathrin Alexa sofort. "Ok..Sorry! Lass uns schnell das Essen fertig machen, ich will alles wissen, was passiert ist in der Nacht." 


"Ich habe die Zielperson bei ihrer besten Freundin abgesetzt. Sie haben recht, sie scheint glücklich zu sein....Ja, ich verstehe...Ok,werde ich machen...Wollen sie wirklich, dass.....ja, ich weiß...Ok, ich bleibe dran und werde berichten. Ich melde mich." Der Taxifahrer drückt auf den Auflegen-Knopf seines Handys und legt es auf seinen Beifahrersitz. Er zündet sich eine Kippe an und beobachtet den Hauseingang. Selten hat er einen so einfachen und doch gut bezahlten Job gehabt. Er will ihn gut machen. Er will ihn behalten.

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Fröhlich pfeifend geht Tom zu seinem geparktem Auto. Es ist ein entspannter Arbeitstag gewesen und er fühlt sich noch immer ein wenig wie auf Wolken laufend. In den letzten 2 Tagen hat sich sein Leben sehr verändert. Zum Positiven. Diese Sache mit Kathrin scheint sich sehr gut zu entwickeln und er ist wirklich verliebt. Nach der Trennung von seiner letzten Freundin vor ein paar Jahren, hatte er zwar ein paar One Night Stands gehabt, aber so richtig mit Gefühlen war nie was dabei. Auch von seiner Seite aus nicht. Und dann kam dieser tolle Abend im Wrong Attidude. Wie dankbar er Jack ist. Da fällt ihm auf, dass er ihn ruhig mal wieder anrufen könnte. Er wählt Jacks Nummer auf seinem Handy,während er einsteigt. Mailbox. Verdammt! "Hallo Jack mein lieber! Hier ist Tom...Ich hoffe, dir geht es gut, du super Amor!...Wir sollten mal wieder was zusammen unternehmen! Melde dich mal, wenn du weißt, was du am Wochenende so machst! Bis dann!" Er legt auf. Dann wählt er Kathrins Nummer. Wieder Mailbox. Sie scheint noch bei ihrer besten Freundin Alexa (falls er sich richtig an ihren Namen erinnert) zu sein. Sie hat gesagt, dass es länger dauern könnte. "Hey du..." beginnt er auf die Mailbox zu sprechen..Er ist nervös..." ...Ich will nur sagen das ich mich auf heute Abend mit dir freue. Ich hoffe, dass dein Tag mit Alexa schön verläuft und ihr beiden Quasselköpfe nicht eure Stimmbänder sprengt...Ich...Ich...freue mich auf dich Kathrin!" Kaum hat er diesmal das Handy aufgelegt, piept das Handy laut auf. Eine Erinnerung. "Arzt-Termin" steht auf dem Display. Ist schon wieder ein halbes Jahr vorbei? Die Zeit verläuft immer so schnell, wenn sie schön ist. Seit seinem 5 Lebensjahr schleppten Ihn seine Eltern von Arzt zu Arzt, um heraus zu finden, was mit ihrem Kleinen los ist. So trafen sie in seinen Kinderjahren einen Arzt, an dessen Namen er sich nicht mehr genau erinnern konnte (Irgendwas mit Gantner oder Ginter.) Dieser brachte etwas Kontinuität in seine Untersuchung. Als seine Familie dann hier her zog, fanden sie schnell einen Arzt, der das übernahm und ihn seitdem diese Untersuchung macht. Der vorige Arzt  hat seinen Eltern diesen empfohlen. Tom erzählt ihm von seinen "Anfällen", auch was er sieht, und der Doc schreibt jedesmal mit und nickt interessiert mit dem Kopf, aber helfen konnte er ihm nicht. Er verschreibt ihm ein paar Pillen "wenn es besonders schlimm ist" und rät ihm, Buch zu führen über seine Anfälle. Das tut er. Er startet seine Auto und macht sich auf den Weg zur Arztpraxis.


Etwa 20 Minuten später steht er etwas überrascht vor der Praxis. Er hat geklingelt, aber es macht niemand auf und in der Praxis ist es dunkel. Er überprüft die Öffnungszeiten, die auf dem Schild stehen, das an der Tür klebt...Montag...9.00 bis 18.00 Uhr...er schaut auf seine Uhr..16:57...er klingelt erneut an der Haustür. Erneut meldet sich niemand. Komisch. Er schaut sich um. Auch niemand auf der Straße unterwegs. "Na ja..vielleicht ist er im Urlaub, oder so" denkt Tom sich und steigt wieder in sein Auto. "Siri..zeig mir alle Arztpraxen im Umkreis" sagt er laut und schaut sich etwas verschämt um. Es ist ihm immer noch peinlich wenn er alleine im Auto sitzt und laut spricht. Das muss verrückt von außen aussehen. "Die nächste Arztpraxis ist 10 Minuten Autofahrt entfernt." ertönt Siris klirr klingende Stimme. "Das ist erfreulich, Siri." sagt Tom und startet sein Auto. "Zeig mir den Weg dahin, Computerweib!" sagt Tom lachend.


Als er den Warteraum betritt, erwatet ihn auch gleich eine Überraschung. "Fr. Pellham?" spricht er die ältere, braunhaarige Dame hinter den Tresen an, nachdem er seine Jacke ausgezogen hat und sich dem Tresen nähert. Die Dame hebt überrascht ihren Kopf. "Tom?" fragt sie. Er nickt. "Na, das ist ja eine Überraschung das ich sie hier treffe. Ich wollte eigentlich zu ihrem....Was ist denn eigentlich mit ihrer alten Praxisstelle?" fragt Tom. "Ach die...Wissen sie, Herr Damm wollte einfach mal ein wenig weg von hier. Ich glaube er ist mit seiner Frau auf nach Amerika oder so was..Und naja...Irgendwie muss ich ja Geld verdienen. Da diese Praxis neu eröffnet hat..." - "Sie hat grad neu eröffnet?" unterbricht sie Tom. Fr. Pellham nickt. "Wir sind in unseren zweiten Woche...und sehr erfolgreich." fügt sie sichtlich stolz hinzu. "Okay, dann mache ich meinen halbjährlichen Untersuchung eben hier." sgt Tom. "Okay....ich weiß nicht ob Herr Baack dafür jetzt grad Zeit hat." Tom sieht sie an, blickt in den leeren Warteraum, schaut Fr. Pellham erneut an. "Bitte?" - "Wissen sie, Tom...Der neue Doc muss erst noch ihre Akten studieren und dazu ist er, fürchte ich..." In diesem Moment öffnet sich eine Tür und ein junger Mann kommt in den Warteraum. "Martha...Ich habe die Anträge von Fr...Oh! Wer sind sie denn? Und wie kann ich ihnen helfen?" - "Guten Tag. Mein Name ist Tom Weller und ich möchte mich einmal durchchecken lassen." sagte er und nimmt die ihm freundlich entgegengestreckte Hand an. "Sie meinen, einfach mal so alles abchecken lassen? Das passt sehr gut! Ich habe ein knappe Stunde Zeit für sie, Herr Weller! Kommen sie rein. Ich fange mit ein paar einfachen Fragen an." Der junge Arzt dreht sich geschwind um und geht in Richtung seines Arztzimmers. Tom sieht Fr. Pellham an, lächelt und folgt dem Arzt.


In der nächsten Stunde durchläuft er allen möglichen Test. Er gibt Blut, Urin und Kot ab, läuft 20 Minuten total verkabelt auf einem Laufband und liegt in einem MRT. Nun ist er mit allen fertig und sitzt dem jungen Arzt gegenüber. "Treiben sie viel Sport?" fragt dieser. "Najanicht so wirklich. "Außergewöhnlich" murmelt der Arzt. Er liest konzentriert in seinen Zetteln mit den Werten. "Haben sie Kinder, Herr Weller?" - "Nicht das ich wüsste" versucht Tom die Stimmung ein wenig aufzuhellen, aber das lässt den jungen Doc scheinbar kalt.  "Das kann einfach nicht sein" raunt der Doc. "Ist irgendwas mit mir nicht in Ordnung?" fragt Tom nervös. "Das ist unmöglich" ist kein Satz, den man von einem Arzt hören will. "Nein, neinmit ihnen ist ja scheinbar alles in Ordnung...nur... Ach wissen sie, die anderen Werte werden 2 bis 3 Tage dauern, bis sie aus dem Labor sind. Ich schlage vor, wir treffen uns dann nochmal und sprechen über alles." . "Ist mit mir was nicht okay?" - "Sie erzählten von ihren Anfällen..Keiner weiß woher sie kommen, sagen sie." Tom nickt. "Ich habe da vielleicht eine Vorstellung.... Aber um ganz sicher zu sein, muss ich auf die anderen Werte warten... Aber haben sie keine Angst, es ist  nichts Schlimmes...Nur sehr, sehr selten...Vielleicht sogar einzigartig." Tom sieht den Doc zweifelnd an "Verzeihen sie mir, ich spinne nur ein wenig rum. Das kann nicht sein. Also, wir verabreden uns am Mittwoch um 14 Uhr hier und dann sehen wir weiter. Bekommen sie in der Zwischenzeit einen Anfall, kommen sie sofort hierher. Okay?" Tom nickt. "Schön. Machen sie einen Termin bei Martha aus, damit sie dann nicht so lange warten müssen." sagt der junge Doc und begleitet Tom zur Tür. "Schön, das sie hier waren." sagt er und Tom geht zum Tresen, lässt sich von Fr. Pellham den nächsten Termin schriftlich geben und geht aus der Praxis.


Kaum hat Tom die Praxis verlassen, greift Fr. Pellman zum Telefon. Nervös wählt sie eine Nummer, ihre andere Hand steckt in ihrer Tasche und umfasst fest eine kleine Kupfermünze. "Ja hallo. Hier spricht Martha, die Arzthelferin von dem enttarnten Doc...Ich habe eine neue Stelle und die Zielperson war gerade hier und lies sich untersuchen. Ich habe, versucht diese Untersuchung zu verhindern, aber ich denke, seine Werte sind jetzt im System und auf dem Weg ins Labor. Der neue Doc ist ziemlich aufgeregt und hat noch keine Ahnung. Er wittert eine Sensation oder so was. Wir müssen, befürchte ich, handeln. Sie verstehen." Langes Schweigen am anderen Ende. "Okay...Wir verstehen." ertönt es dann und es wird aufgelegt. 

An dieser Stelle mal ein gaaannz großes Dankeschön an meine Mitschreiber @Maleficent und @vkindiana....Ohne euch währe ich ganz schön aufgeschmissen!!! Mit euch sich das hier auszudenken macht wirklich sehr viel Spaß!!! Danke dafür ihr beiden:kissing_heart:

bearbeitet von Chrisnix
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